Wohnheim Belforterstrasse, Neubau

Blick von der Loggia in die Umgebung

Aufgabenstellung

Das Wohnheim Belforterstrasse ist das Zuhause für 24 erwachsene Menschen mit einer schweren körperlichen Behinderung oder Mehrfachbehinderungen mit einem hohen Assistenz- und Pflegebedarf und wird vom Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU) betrieben. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden im Wohnheim Belforterstrasse in allen Lebensbereichen, in denen sie auf Hilfe angewiesen sind, begleitet und unterstützt. Vier Autonome Wohngruppen vermitteln den Bewohnerinnen und Bewohnern das Gefühl einer möglichst natürlichen Familienstruktur und vereinen die Bedürfnisse nach Wohnlichkeit und Privatsphäre mit den Anforderungen an moderne Pflege.

Der fünfgeschossige Baukörper des Wohnheims schliesst die städtebauliche Gesamtfigur der mäanderförmigen Wohnüberbauung "Am Bachgraben" der Wohngenossenschaft WOHNSTADT ab und bildet einen Abschluss zum öffentlichen Parkplatz Bachgraben. Die Fassade besteht aus vorfabrizierten Betonelementen, die sich mit geschosshohen Holz-Metall-Fenstern abwechseln. Der nach Süden geöffnete Hof und Garten bietet Privatsphäre und Begegnungsmöglichkeit für die Bewohner des Heims und der Wohngenossenschaft.

Im Erdgeschoss befindet sich das Tageszentrum Prisma, das den Klientinnen und Klienten verschiedene Arbeits- und Beschäftigungsangebote anbietet. In verschiedenen Beschäftigungsräumen können die Bewohnerinnen und Bewohner differenziert in den Berei­chen Bewegung, Musik und ganzheitliche Körper- und Sinnesarbeit betreut werden. Diese Räume werden von allen Wohngruppen sowie externen Klientinnen und Klienten gemeinsam genutzt. Der grosszügige Gemeinschaftsraum ist ein vielfältig nutzbarer Raum für Anlässe mit Angehörigen, Basteln, Bewegungsspiele und Mitarbeitersitzungen. Dieser Raum steht allen Bewohnerinnen und Bewohnern offen und bietet mit seiner großflächigen Öffnung zum heimeignen Garten einen Bezug zur umgebenden Natur. Ebenfalls im Erdgeschosss befindet sich die Betriebsküche, die die täglichen Mahlzeiten für alle Bewohner/innen und Mitarbeitenden vorbereitet sowie Verwaltungsbereiche und Pausenräume für das Pflegepersonal.

In den drei Obergeschossen und im Attikageschoss ist jeweils eine Wohngruppe für sechs Heimbewohner untergebracht. Jede Wohngruppe verfügt über sechs Klientenzimmer, die sich jeweils eine Nasszelle teilen, über einen grossen Gemeinschaftsraum mit Küche, ein gemeinsames Pflegebad sowie über ein Dienstzimmer. Die grosszügigen Gänge gehen fliessend in zwei Loggien über und unterstützen das Gefühl von grosszügig konzipierten Wohnräumen.

An der Decke der Loggien wurde vom Kunstkredit Basel-Stadt ein Wettbewerb ausgeschrieben, der Jürg Stäuble mit der Arbeit in ‚in Schwingung versetzt‘ für sich gewinnen konnte.

Termin Beschrieb
bis 09/2016 TU-Ausschreibung
2017 Projektierung
2017 - 2019 Realisierung
2019 Bezug

 

Bildergalerie

Fassade mit Loggien Zoom

Fassade mit Loggien, copyright Martin Friedli

Fassade mit Loggien Zoom

Fassade mit Loggien, copyright Martin Friedli

Blick in den Eingangsbereich Zoom

Blick in den Eingangsbereich, copyright Martin Friedli

Treppenanlage Zoom

Treppenanlage, copyright Martin Friedli

Blick in ein Zimmer mit Nasszone Zoom

Zimmer mit Nasszone, copyright Martin Friedli

Blick in ein Dienstzimmer Zoom

Dienstzimmer fürs Personal, copyright Martin Friedli

Blick in ein Pflegebad Zoom

Pflegebad, copyright Martin Friedli

Blick in eine Gruppenküche mit Aufenthaltsraum Zoom

Gruppenküche mit Aufenthaltsraum, copyright Martin Friedli

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