ETH D-BSSE, Neubau Büro- und Laborgebäude

Situationsplan vom Projekt ETH D-BSSE mit rotem Projektperimeter

Projektwettbewerb im selektiven Verfahren, 1-stufig

Projektbeschrieb

 Der Life-Sciences-Campus auf dem Schällemätteli-Areal in Basel nimmt weiter Gestalt an. Mit dem Entwurf eines fünfeckigen Forschungs- und Lehrgebäudes hat das Architekturbüro Nickl & Partner aus München den Wettbewerb um einen Neubau für das ETH-Departement für Biosysteme für sich entschieden.

Der durch das Hochbauamt im gemeinsamen Auftrag der Universität Basel und der ETH Zürich durchgeführte Wettbewerb auf dem Baufeld 2 des Areals Schällemätteli ist entschieden. Es handelt sich um ein Forschungs- und Lehrgebäude für das Departement BSSE (Departement of Biosystems, Science and Engineering) der ETH Zürich, das heute seinen Sitz auf dem Rosentalareal in Basel hat.
Das Preisgericht unter dem Vorsitz des Kantonsbaumeisters Basel-Stadt, Fritz Schumacher, hat einstimmig das Projekt „540 Grad“ der Architekten Nickl & Partner Architekten AG, München, ausgewählt und zur Weiterbearbeitung empfohlen. Das Siegerprojekt überzeugte die Jury durch sein städtebauliches Konzept, die Ausrichtung und Masstäblichkeit zu den benachbarten Gebäuden sowie die gute Anbindung an den Campus Schällemätteli. Besonders gelobt wurden auch die interne Organisation des Gebäudes und die Anordnung der wissenschaftlichen Einheiten, welche die Betriebsabläufe und die Kommunikation unter den Forschenden optimal unterstützen.
Das neue Gebäude mit sechs oberirdischen Geschossen soll bis 2020 in der südlichen Ecke des Campus Schällemätteli, Ecke Schanzenstrasse / Klingelbergstrasse, platziert werden. Es bietet Platz für rund 400 - 500 Personen, die auf 15‘500 m2 lernen, arbeiten und forschen werden.
Zum Wettbewerbsverfahren haben sich 69 Teams aus dem In- und Ausland beworben. Das Preisgericht hat 18 Teams zum Wettbewerb präqualifiziert. 17 Teams haben schliesslich ein Projekt abgegeben. Das Preisgericht lobt die hohe Qualität der abgegebenen Arbeiten, was sich in der Erhöhung der allen Teams zugesprochenen festen Preissumme niederschlägt.
Mit dem Neubau auf dem Schällemätteli erhält das D-BSSE eine top-moderne Plattform für die 15 Forschungsgruppen der ETH Zürich, die in Basel tätig sind. «Der neue Standort hat den zusätzlichen Vorteil, dass unsere Forschenden in unmittelbarer Nachbarschaft zum Biozentrum und zur klinischen Forschung sind und somit Teil eines Clusters werden, der dem Austausch zwischen ETH und Universität Basel nur förderlich sein kann», so Roman Boutellier, Vizepräsident Personal und Ressourcen der ETH Zürich. Die rund 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des D-BSSE forschen auf dem Gebiet der Systembiologie und synthetischen Biologie. Seit der Gründung des Departements 2007 sind aus der Basler Forschung bereits mehrere Spin-off-Firmen hervorgegangen.
Für die Universität Basel stellt der Wettbewerbsentscheid einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des Life-Sciences-Campus auf dem Schällemätteli-Areal dar. «Hier entsteht eine moderne Infrastruktur, die für eine leistungsfähige Forschung in unserer Region enorm wichtig ist», so Christoph Tschumi, Verwaltungsdirektor der Universität Basel. Der Neubau schafft optimale Voraussetzungen für die Ausbildung von Studierenden und für eine enge Forschungskooperation zwischen der ETH Zürich und der Universität Basel, die bereits heute Früchte trägt, wie die Vergabe des Nationalen Forschungsschwerpunkts «Molecular Systems Engineering» nach Basel gezeigt hat. Dieser wird vom Departement Chemie der Universität Basel und dem D-BSSE der ETH Zürich gemeinsam geleitet und hat zum Ziel, aus Molekülen kleinste künstliche Maschinen und Fabriken zu entwickeln.
Das Projekt wird in einer gemeinsamen Projektorganisation mit Beteiligung der ETH Zürich, der Universität Basel und dem Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt abgewickelt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. CHF 200 Mio. Während der Rohbau und die Fassade (core & shell) im Eigentum der Universität Basel gebaut und der ETH Zürich vermietet wird (Rohbaumiete), wird der Innenausbau und die Betriebseinrichtung direkt durch die ETH finanziert.
Bis Ende dieses Jahres soll das Vorprojekt abgeschlossen sein. Bis Ende 2015 werden das Bauprojekt sowie die Baueingabe folgen. Für die Realisierung werden rund dreieinhalb Jahre prognostiziert, sodass das Gebäude im Winter 2019/20 fertiggestellt und bezugsbereit sein wird.

 

 

 

Termin Beschrieb
Januar 2014 Wettbewerbsentscheid